| Брошура |
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Page 6 of 10 V. Wie verläuft bei mir die Spenderuntersuchung? In der körperlichen (somatischen) Untersuchung des Spenders wird geklärt, ob Sie nierengesund ist bzw. ob Risiken für eine spätere Nierenerkrankung oder ein erhöhtes Risiko im Umfeld der Organentnahme bestehen. Diese Untersuchungen werden ambulant durchgeführt, können z.T. außerhalb bei niedergelassenen Nephrologen in Zusammenarbeit mit uns durchgeführt werden. Oberste Leitlinie für uns ist die Maxime: "Safety by procedure!" ("Sicherheit durch den Untersuchungsablauf!") Für die Spenderuntersuchung kommt die Kasse des Empfängers auf*. Grundsätzlich lassen sich die Untersuchungen wie bereits erwähnt ambulant an 4 bis maximal 5 Tagen bei uns durchführen. Untersuchungstage folgen dabei nicht unmittelbar aufeinander, sondern verteilen sich aus Gründen der Befundsichtung und Auswertung über 2–3 Wochen. Tag 1: Gespräch mit Erhebung der Krankheitsvorgeschichte, körperliche Untersuchung, Blutentnahme, technische Untersuchungen: Röntgenuntersuchung der Lunge, Elektrokardiogramm, Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens), Lungenfunktion, Belastungstest des Herzens (Fahrradergometrie). 2. Tag: Untersuchung des vorher gesammelten 24h-Urins, Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes (Abdomen) und der Nieren, Ultraschalluntersuchung der Gefäße. An diesem Tage sollten Sie nüchtern kommen, am Abend vorher keine schweren (blähenden) Speisen zu sich genommen haben. 3. Tag: Nuklearmedizinische Untersuchung: Bestimmung der seitengetrennten Funktion Ihrer rechten und linken Niere. Es wird Ihnen ein schwach radioaktiv markiertes Präparat, das durch die Nieren ausgeschieden wird, injiziert und die jeweilige Funktion mit Hilfe einer Art Geigerzähler gemessen. Zu dieser Untersuchung sollten Sie möglichst gut „ gewässert“ sein; d.h. am Nachmittag und Abend vorher mindestens 2 Liter und vor der Untersuchung nochmal etwa 1 l trinken. Die Untersuchung ist wichtig um die Seite der zu entfernenden Spenderniere festzulegen. 4. Tag: Röntgenuntersuchung der Bauchschlagader (Aorta) und der Nierengefäße sowie der urinableitenden Harnwege (Harnleiter). Vor dieser Untersuchung sollen Sie nüchtern sein. In örtlicher Betäubung wird über die Leistenarterie ein dünner Schlauch bis zu Ihren Nieren vorgeschoben, dann wird mittels Kontrastmittel die Gefäßversorgung Ihrer beiden Nieren sowie die Abflussverhältnisse über die Harnleiter überprüft. Nach dieser Untersuchung müssen Sie 4 Stunden mit einem Sandsack ruhig liegen, um eine Nachblutung aus dem punktierten (Schlagader) Gefäß zu vermeiden. *die Modalitäten der Abrechnung sind derzeit noch nicht endgültig geklärt, so gibt es nur eine gesonderte DRG für eine stationäre Untersuchung , hier können Schwierigkeiten mit der Erstattung von ambulanten Untersuchungen auftreten Diese Untersuchung ist wichtig, um vor der Nierenentnahme Klarheit über die zu erwartende Gefäßversorgung zu haben. Weitere Untersuchungen wie gynäkologische oder urologische Untersuchungen (obligat bei Männern über 40 Jahre) können ambulant auswärts durchgeführt werden. Damit ist im Regelfall die körperliche Spenderuntersuchung beendet. Sind Sie jedoch älter als 60 Jahre oder besteht eine Risikokonstellation bezüglich einer Herz-Kreislauf-Erkrankung können zusätzliche Untersuchungen erforderlich werden: Bei der Herz- Szintigrafie (Myokardszintigrafie) wird mit einem nuklearmedizinischen (schwach radioaktiven) Medikament die Durchblutung Ihres Herzmuskels getestet. Für diese Untersuchung müssen Sie nüchtern sein, Medikamente sollten nicht eingenommen werden. Die Untersuchung erfolgt in Ruhe und in Belastung, ähnlich wie bei der Fahradergometerbelastung am 1. Untersuchungstag. Am gleichen Tag kann eine computertomografische Untersuchung des Herzens (Herz-CT) erfolgen, wo nach etwaigen Verkalkungen Ihre Herzkranzgefässe gefahndet wird. Falls diese Untersuchungen einen krankhaften Befund ergeben, sind weitere, gegebenenfalls auch invasive Untersuchungsmaßnahmen (z. B. Herzkatheteruntersuchungen / Koronar-angiografie [Darstellung der Herzkranzgefässe]) zu erwägen). Nach Vorliegen all dieser Untersuchungen wird ein internistisch nephrologisches Gutachten über Ihre Eignung als Nierenspender erstellt. Dieses Gutachten erhalten Sie selbst, ihr Hausarzt und der Dialysearzt des Empfängers. |
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