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Page 7 of 10 VI. Wie geht es dann weiter? Psychologische Beratungsphase: Gleichzeitig werden Sie aufgefordert sich mit dem Sekretariat Prof. Dr. K. A.Schneewind, Departement Psychologie der Universität München, Leopoldstr. 13, 80802 München, Tel.: 089/ 2180-5194 in Verbindung zu setzen. Wie im Transplantationsgesetz festgelegt, muss abschließend die Lebendspendekomission der Landesärztekammer am Transplantationszentrum des Klinikums der LMU München zu der geplanten Nierenspende Stellung beziehen. Als Grundlage für die Entscheidung der Kommission dient einerseits die medizinische Unbedenklichkeit, die wie oben beschrieben untersucht wurde. Zusätzlich erfolgt an unserem Zentrum eine psychologische Beratung. Diese Beratung versteht sich als Klärungshilfe für eine selbst verantwortete und stabile Transplantationsentscheidung – und zwar sowohl für den Spender/die Spenderin als auch für den Empfänger/die Empfängerin. Unsere bisherigen Forschungsbefunde bestätigen, dass ein hohes Maß an Patientenautonomie im Sinne einer möglichst umfassenden Informiertheit – auch über die psychischen und sozialen Aspekte der Transplantation – den Erfolg der Transplantation positiv beeinflusst. Zur Vorbereitung der psychologischen Beratung werden Ihnen Fragebögen zugeschickt und Sie werden gebeten, diese möglichst schnell auszufüllen und an das Departement Psychologie zurück zusenden In zwei Beratungsgesprächen wird mit Ihnen als Spender und Empfänger der ganze Komplex der Lebendnierenspende besprochen und die Operation/ Organspende vorbereitet. In einer so genannten „Transplantationsvereinbarung“ werden Ihre ganz persönlichen Beziehungen und Verhältnisse noch einmal schriftlich festgehalten. Nach der psychologischen Beratung folgt eine ein- bis zweiwöchige Überlegungsphase (Moratorium["cooling off period"]), in der sich Spender und Empfänger noch einmal alles überlegen können und Zeit für etwa benötigte weitere Klärung genutzt werden kann. Abschlussgespräch Erst danach findet das medizinisch psychologische Abschlussgespräch in den Räumen des Transplantationszentrums /(Erdgeschoss Knotenpunkt GH/HI) statt. Anwesend sind Spender, Empfänger (gegebenenfalls auch Angehörigen), Chirurgen, Urologen, Nephrologen und Psychologen Hier werden noch einmal alle Probleme erörtert und gemeinsam beschlossen, die Organspende durchzuführen. Kommissionssitzung Danach findet die Vorstellung bei der vom Gesetzgeber verlangten Kommission (BLÄK, Bayerische Landesärztekammer) in den Räumen des Departements für Psychologie, Lehrstuhl Prof. Dr. Schneewind, Leopoldstr. 13, 80802 München statt. Die Kommission bespricht an Hand der erhobenen medizinischen Stellungnahme und der vorangegangenen psychologischen Beratung die spezielle Spender-Empfänger Situation und nimmt abschließend, wie vom Gesetzgeber gefordert, noch einmal zu der geplanten Lebendnierenspende Stellung. Entsprechend den Richtlinien des Transplantationsgesetzes wird insbesondere zur Freiwilligkeit der Organspende und zum Ausschluss jedweder Form eines Organhandels (finanzielle Entschädigung“) Stellung genommen. Soweit die einzelnen Untersuchungsschritte und der zeitliche Ablauf der Lebendnierenspende. Sie werden Verständnis dafür haben, dass diese Untersuchungen nicht innerhalb von wenigen Tagen durchgeführt werden können, so dass Sie mit einer Vorbereitungszeit von 6-8, in Einzelfällen auch von mehr, Wochen rechnen müssen. |
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