| Брошура |
|
|
Page 9 of 10 Mögliche Komplikationen Vorbemerkung: Den Erfolg einer Organspende und ihre völlige Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Frühe chirurgische Komplikationen Wie bei jedem operativen Eingriff besteht die Gefahr von Verletzung von Nachbarorganen, Nachblutungen, die einen 2. operativen Eingriff erforderlich machen, Infektionen, Lungenentzündungen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln) und Lungenembolien (Gefäßverschlüsse in der Lunge durch verschleppte Gerinnsel). Diese höhergradigen Komplikationen werden in der Literatur in einer Häufigkeit von 2,5-7 % angegeben. Im eigenen Krankengut betrug die Häufigkeit 3.8 %, keine dieser Komplikationen führte zu bleibenden Schäden. Weniger schwerwiegendere Komplikationen können sich z.B. in Form von oberflächlichen Wundinfektionen, Blutergüssen, Fieber, Schmerzen oder Harnwegsinfekten äußern. Späte chirurgische Komplikationen Späte chirurgische Komplikationen sind eher selten und in der Regel ungefährlich. So treten z.B. mit 1,9 16 % Harnwegsinfekte auf. Ein chronischer lokaler Narbenschmerz ist in der Literatur nach Anwendung eines Flankenschnittes mit 7,6 11,4 % beschrieben. Auf Grund des von uns angewandten Oberbauchschnittes sind Narbenschmerzen jedoch nach der Operation selten. Dies gilt insbesondere für die laparoskopische bzw. retroperitoneoskopische Entnahmetechnik. Narbenhernien (Bauchwandbrüche) werden in 3.6 % der Fälle beobachtet, treten aber bei der endoskopischen Entnahme so gut wie nicht auf. Mögliche Spätschäden In der Fachliteratur werden Angaben über ein mögliches Auftreten und die Bedeutung von Spätschäden nach einseitiger Nephroureterektomie (Nierenentnahme) intensiv diskutiert. Beschrieben werden Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin) und Hypertonie (Bluthochdruck). Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin) Eine Proteinurie verursacht keine Beschwerden. Die Häufigkeit ihres Auftretens wurde um 30% bei Lebendspendern erwähnt; die bereits angeführte neuere schwedische Studie verfolgte 400 Lebendnierenspender über 20 Jahre: Eine höhergradige Eiweißausscheidung (>1g/24 h) wurde bei 3%, eine leichte Eiweißausscheidung (< 1g) bei 9% der Spender beobachtet. Das Schweizer Lebendspenderegister berichtet über das Auftreten einer Albuminurie (geringe initiale Eiweißausscheidung) 7 Jahre nach Nierenspende bei 9 % aller Spender. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Proteinurie im Laufe der Zeit zunimmt. Insbesondere gibt es keinen Hinweis darauf, dass es mit zunehmender Proteinurie zu einer Einschränkung der Nierenfunktion kommt. Sie unterstreicht jedoch die Notwendigkeit einer regelmäßigen Nachuntersuchung Hypertonie (Bluthochdruck) Zu den Langzeitfolgen einer Nephroureterektomie (Nieren- und Harnleiterentnahme) wird unter anderem die Entwicklung eines Bluthochdrucks beschrieben. Die diesbezüglichen Studien sind jedoch widersprüchlich. Einige retrospektive Studien beschreiben das Auftreten einer Hypertonie in 2-48 Prozent der untersuchten Fälle. Manche Autoren vermuten, dass Nierenspender keinem größeren Risiko einer Bluthochdruckentwicklung unterliegen als Nichtspender. Eine amerikanische Studie fand 20 Jahre nach Nierenspende den Anteil der Spender mit Bluthochdruck genauso groß wie bei den nicht nephrektomierten also zweinierigen Geschwistern. Nach den Daten des Schweizer Lebendspenderegister haben 7 Jahre nach Spende 34% aller schweizer Nierenspender einen Bluthochdruck, wobei 15% bereits bei der Spende einen leicht erhöhten Blutdruck hatten. 5-10 Jahre nach Nierenspende zeigte sich kein Unterschied im Blutdruckverhalten im Vergleich zur schweizer Normalbevölkerung. Insgesamt gesehen kommen die Berichte und Diskussionen in der internationalen Fachliteratur über mögliche Spätschäden bei Lebendspendern nach einseitiger Nephroureterektomie zu dem Schluss, dass diese Operation im Langzeitverlauf weder zu einer ernsthaften Erkrankung noch etwa zu einer Lebensverkürzung führt. Gefahr der Erkrankung/des Verlustes der verbleibenden Niere Die verbliebene Niere des Organspenders übernimmt allein die volle Funktion, die zuvor beide Nieren ausübten. Einnierige Menschen sind also gesund. Probleme können jedoch auftreten, wenn diese eine Niere erkrankt: z.B. an einem Nierenkrebs und entfernt werden muss; bzw. bei einem Unfall schwer verletzt wird. Zur Entgiftung Ihres Körpers wäre dann möglicherweise für Ihr gesamtes Leben eine Dialyse (Blutwäsche) notwendig. Ist eine derartige Sequenz von Ereignissen auch vorstellbar, dürfte sie allerdings als äußerst seltener Zufall gewertet werden. In einer großen amerikanischen Transplantationsstatistik (UNOS, United Network Organ Sharing) wurden 2002 56 Patienten von 50.000 Lebendnieren-spendern seit 1987 beschrieben, die zur Nierentransplantation gelistet oder transplantiert waren (0.1%). Nach dem Eingriff Spender Nach dem Krankenhausaufenthalt, der 7-10 Tage dauert, werden Sie in der Regel 6 Wochen arbeitsunfähig (AU) geschrieben. Eine spezielle Therapie oder Diät ist nicht erforderlich, bitte vermeiden Sie in den ersten 4 6 Wochen nach dem Eingriff körperliche Anstrengungen und beachten Sie die einzelnen Anweisungen unseres Ärzteteams. Auf Grund der Einnierigkeit sollten Sie nach Ihrer Nierenspende in regelmäßigen Abständen ärztlich untersucht und nachbetreut werden, wie es auch vom Transplantationsgesetz vorgeschrieben ist. Die Nachbetreuung wird in den ersten 3 Monaten nach dem Eingriff in der Transplantations-ambulanz der Station H5 durchgeführt. Später können Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Einmal jährlich sollen Sie sich in der Transplantationsnachsorgeambulanz des Schwerpunktes Nephrologie, Großhadern oder der Ambulanz des Nephrologischen Zentrums, Klinikum Innenstadt vorstellen, von wo Ihre Daten an das Lebendspenderegister der Deutschen Transplantationsgesellschaft (Stiftung Lebendspende) in Jena geschickt wird. Empfänger Der postoperative Verlauf und die weitere Nachbetreuung unterscheidet sich grundsätzlich nicht vom Empfänger einer postmortalen Organspende mit dem Unterschied, dass in der Regel die transplantierten Nieren nach Lebendspende sofort ihre Funktion aufnehmen und postoperative Dialysebehandlung vermieden wird. Medikamente zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen müssen über die gesamte Funktionsdauer des Transplantates allerdings später in merklich verringerter Dosis eingenommen werden. Die Nachbetreuung in den ersten 3 Monaten nach Transplantation findet vornehmlich in der Transplantationsambulanz der Station H5, später durch niedergelassene Nephrologen in Zusammenarbeit mit dem Transplantationszentrum und den Ambulanzen des Schwerpunktes Nephrologie sowie des Nephrologischen Zentrums Klinikum Innenstadt statt. Im Anschluss an den stationären Aufenthalt besteht die Möglichkeit, ein Anschlussheilverfahren in einer speziellen transplantationsmedizinischen Rehabilitations-klinik durchzuführen. Fachklinik Bad Heilbrunn, Abteilung für Transplantationsmedizin und Nephrologie, Chefarzt Professor Dr. Helmut E. Feucht. VII. Schlusswort: Eine Lebendnierenspende ist ein einmaliges Geschenk getragen von Nächstenliebe und Altruismus nicht nur vom Spender für den Empfänger, sondern auch für die Allgemeinheit. Wir schulden dem Spender größtmögliche medizinische Sorgfalt und Fürsorge. Die Vermeidung von gesundheitlichen, finanziellen und versicherungstechnischen Nachteilen Zeit seines Lebens ist uns Ansporn, Aufgabe und Verpflichtung! |
||||||||||||
За въпроси, предложения и допълнителна информация, можете да звъните на следните четири телефона:0888 38 50 500878 58 84 480899 31 23 400896 76 39 0809:00 - 22:00ч. team(AT)save-darina.org |